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Cyberkriminalität – verhaltensorientierte Prävention?

Herbstlunch 2025 im Hotel Uzwil

11. November 2025

Am 11. November 2025 trafen wir uns im Hotel Uzwil zu einem hochaktuellen Impuls-Vortrag zum Thema «Cyberkriminalität – verhaltensorientierte Prävention». Herr Urs Bücheler, Fachperson für Sicherheitsberatung Cybercrime von der Kantonspolizei St.Gallen, lieferte den Teilnehmenden wichtige Erkenntnisse zur Abwehr der ständig wachsenden digitalen Bedrohung.

Der Tenor des Tages war klar: Die menschliche Firewall ist die stärkste.

Die 3 zentralen Takeaways aus dem Impuls-Vortrag:

Herr Bücheler beleuchtete in zwei Teilen, unterbrochen durch den regen Austausch beim Apéro Riche, die drängendsten Fragen der Cybersicherheit:

1. Den Irrglauben vom «Kleinen Fisch» vergessen
Eine zentrale Erkenntnis: Kleine Unternehmen sind keineswegs uninteressant für Betrüger. Der Irrglaube, dass man als KMU zu klein für Cyberkriminalität sei, ist gefährlich. Die Täter agieren automatisiert, suchen nach der einfachsten Schwachstelle und nicht zwingend nach dem grössten Ziel. Der Zugang zu geschützten Daten erfolgt heute beinahe beliebig und vielfältig, ein Weckruf an jedes Unternehmen.

2. Die Erkennung ist der halbe Schutz
Die Formen der Cyberkriminalität sind raffiniert. Herr Bücheler zeigte auf, dass die Fähigkeit, die verschiedenen Betrugsversuche (Phishing, CEO-Fraud, Ransomware) frühzeitig zu erkennen, die wichtigste Verteidigungslinie ist. Es geht darum, das Bauchgefühl zu schulen und bei ungewöhnlichen Anfragen, eine einfache, aber kritische Verhaltensregel anzuwenden: Rückbestätigung über einen anderen Kanal (z.B. Telefonanruf).

3. Einfache Verhaltensempfehlungen wirken
Der Schlüssel liegt nicht in komplexer Software, sondern in klaren, einfachen Verhaltensempfehlungen im Büroalltag. Die Teilnehmenden erhielten konkrete Anleitungen zur Vermeidung der häufigsten und aktuellen Deliktformen. Die Botschaft: Bereits kleine, konsequente Verhaltensänderungen können mögliche Schäden effektiv vermeiden.